Assassins Creed – Liebe auf den zweiten Blick

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Sind wir mal ehrlich, ein Assassins Creed ist eigentlich jedes Mal das Gleiche. Man durchläuft als Assassine eine zeitliche Epoche, klettert Türme hoch, springt wieder runter und ermordet hier und da ein paar Templer. Klingt simpel, ist es in meinen Augen auch. Aber genau das ist es was mir daran so Spaß macht.

Assassins Creed ist ein Open-World-Game in der Third-Person-Perspektive, in dem man in der Vergangenheit in bestimmten Regionen und Epochen reale, historische Ereignisse durchgeht und sich mit dem seit Jahrhunderten andauernden Konflikt zwischen Assassinen und Templern befasst. Mittlerweile gibt es nun schon 9. Teile und zahlreiche Ableger, wie z. B. die Chronicles Trilogie.

Seit 10 Jahren schickt uns Ubisoft nun schon durch die verschiedensten zeitlichen Epochen und mir wird dabei nie langweilig. Für mich ist es wie der Geschichtsunterricht in der Schule, nur in cool. Kein gelangweiltes rumsitzen, sondern selbst agieren und wichtige geschichtliche Ereignisse selbst miterleben. Zudem trifft man dort auch immer wieder Figuren im Spiel, deren Namen man heute noch kennt, wie z. B. Leonardo da Vinci, Benjamin Franklin oder auch Charles Dickens.

So begeistert wie ich von diesem Spiel auch bin, hat bei mir die Liebe zu Assassins Creed viel später begonnen. Richtig verliebt habe ich mich erst 2013, als AC: IV Black Flag erschienen ist. Davor habe ich mich zwar mit AC angefreundet, aber wirklich viel passiert ist da nicht. Als ich mir 2007 das erste Assassins Creed gekauft habe, war ich von dem Setting und dem „Assassinen Dasein“ sehr begeistert, gereicht um mich wirklich zu fesseln hat es leider nicht. Aber, nun gut, ich war damals grade 18. Mich haben wohl „Freunde“ damals mehr gereizt. Dummer Fehler. Mittlerweile verbringe ich meine Wochenenden doch lieber damit Zuhause Videospiele zu spielen.

Kommen wir nochmal zu Assassins Creed zurück. Was ich an dieser Videospielreihe wirklich mag, ist das ich selbst entscheiden kann wie ich vorgehe. Setze ich mich lieber in einen Busch und pfeife die nächste Wache zu mir oder renn ich einfach rein? Ich entscheide mich sehr oft für den Busch. Ich bin eher so der „Ich warte auf den richtigen Moment-Typ“. Überwiegend macht es mir mehr Spaß zu schleichen, als direkt los zu stürmen. Das hat mir in Far Cry auch schon oft den Arsch gerettet, aber das ist ein anderes Thema.

Im Großen und Ganzen bin ich seit Black Flag Fan, auch wenn ich die Seefahrten und die Schlachten auf See richtig beschissen fand. Als junger Edward Kenway durch die Karibik reisen und über die verschiedenen Inseln zu laufen, das war schon ganz geil. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich das erste Assassins Creed nicht komplett durchgespielt. Assassins Creed II habe ich angefangen und AC Brotherhood und AC III habe ich komplett ausgelassen.

Auf AC Unity habe ich mich nach Black Flag wieder sehr gefreut. Lag auch daran, dass ich das Thema der französischen Revolution ziemlich interessant finde. Was mich an diesem Teil auch sehr gereizt hat, war der Koop-Modus. Mit bis zu 4 Spielern konnte man zusammen Paris entdecken und verschiedene Missionen neben der Hauptstory erledigen. Genutzt habe ich den Koop-Modus dann doch nie. Brauche ich bei einem Spiel wie Assassins Creed auch nicht wirklich. Ist ein nettes Feature, aber dann zock ich doch lieber alleine. Da kann ich alles so machen wie ich es möchte, in meinem Tempo. Wahrscheinlich spiel ich deswegen auch keine Onlinespiele.

Assassins Creed Syndicate, der 9. Hauptteil, hat uns im Oktober 2015 nach London gebracht. Genau gesagt, ins London des 19. Jahrhunderts zur Zeit der industriellen Revolution. Erstmalig konnte man auch einen weiblichen Charakter spielen. Ob das jetzt extra erwähnt werden musste, sei mal dahingestellt. Jedenfalls sind die beiden Hauptcharaktere, die Geschwister Jacob und Evie Frye, spielbar. Beide verfolgen unterschiedliche Ziele. Evie ist auf der Suche nach dem Edengrabtuch und Jacob versucht London aus den Fängen von Crawford Starrik zu befreien und gründet die Gang „The Rooks“. Evie ist eher der bedachte Part von den Beiden. Sie geht ruhiger vor und schleicht sich gerne mal an ihre Gegner ran. Jacob hingegen, ist eher übermütig und handelt bevor er nachdenkt. Man sollte meinen, Evie wäre genau der Charakter für mich. Hmm nee, ich spiel lieber Jacob, ihn mag ich mehr.

Auf der Reise durch London, kommt man durch 7 Bezirke die man nach und nach erobern kann. Hat man alle Nebenmissionen in den Bezirken erledigt, schaltet sich der Bandenkrieg frei und man kann ein weiteres Stück London erobern. Ich gestehe, ich habe Syndicate noch nicht durchgespielt, obwohl ich es damals vorbestellt habe, shame on me, aber kurz vor Release von Assassins Creed Origins habe ich es nochmal ausgepackt.

Assassins Creed Origins wird der 10. Hauptteil und ein Prequel der AC-Reihe sein. Protagonist in diesem Teil ist Bayek, der im ptolemäischen Ägypten lebt und entweder zu Fuß, mit dem Pferd, einem Kamel oder mit dem Boot unterwegs sein wird. Mehr weiß ich über Assassins Creed Origins auch nicht. Will ich auch gar nicht. Ich möchte mir alles selbst angucken, alles selbst erleben und alles selbst ausprobieren.

 

Bildquelle: Ubisoft